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Mit knochigen, ausgestreckten Armen hastet sie mir hinterher. Hechelnd, außer Atem, blutrünstig, gierig und so kraftvoll. Ich versuche zu fliehen, spüre meinen Körper kaum noch, doch sie erwischt mich.

Von hinten krallen sich ihre langen, dürren Finger in mein Fleisch, zermalmen mich, während ihr kalter Atem mir den meinen nimmt. Sie hat mich, besitzt mich. Sie tut mir weh und lacht dabei. Laut, boshaft, energisch, mit rauher Stimme, die mich wissen lässt, das ich nicht ihr erstes Opfer bin. Sie versteht ihre Sache gut.

Mit Peitschenhieben straft sie ich. Mit Tritten und Schlägen belohnt sie mich.

Doch die Blicke aus ihren kalten, hasserfüllten, leeren Augen schmerzen mehr als meine blutenden Wunden.

Ich schreie, brülle mit letzter Kraft mir die Schmerzen aus der Brust, aus der das rasend pochende Herz lugt.

Doch niemand hört mich. Niemand sieht mich.

Unberührt dreht die Welt sich weiter, während in den Fängen einer Bestie eines ihrer Kinder stirbt.

Langsam.

Schmerzhaft.

Gefoltert.

 

20.02.2008

29.2.08 21:37, kommentieren