Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Archiv

Erste Erfahrung mit EMDR...

Ich komme gerade von meinem Therapeuten, der mich seit Oktober wegen unten genannten Problemen begleitet, nachdem zwei vorhergehende Therapien nur teilweise erfolgreich waren!

Da nächste Woche eine Zahn-OP (Wurzelspitzenresektion) ansteht und ich dank des Aufklärungsgesprächs mit der Oralchirurgin heute vormittag sehr aufgelöst war und sich Panikatacken aneinanderreihten, sagte er, es wäre von Vorteil, heute mit EMDR zu beginnen!

EMDR bedeutet Eye Movement Desensitization and Reprocessing und ist eine Behandlungsmethode für Trauma- und Angstpatienten. Hierbei begibt sich der Patient zusammen mit dem Therpeuten in eine für ihn unangenehme, triggernde bis Panikattacken-auslösende Situation, während der Therapeut dem Patienten gegenübersitzt und mit den Fingern pendelnde Bewegungen macht, die der Patient mit den Augen verfolgt, während er innerlich "zurücksieht".

Hierbei soll eine Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften, die jeweils für emotionale oder logische Dinge zuständig sind, ermöglicht werden. Traumata und Ängste, die in der emotionalen Gehirnhälfte unverarbeitet hängengeblieben sind, werden durch die Hin- und Herbewegung der Augen mit der Logik der anderen Gehirnhälfte strukturiert verbunden und somit verarbeitet.

Nach 20-25 Pendelbewegungen wird eine kurze Pause gemacht, tief Luft geholt und die Erinnerungen ausgewertet. Ganz automatisch verarbeitet das Gehirn verschiedene Erinnerungen und Traumata,die miteinander in Verbindung stehen und führt den Patienten in Gedanken durch all diese Momente. Dies wird wiederholt, bis eine deutliche Besserung zu sehen/ fühlen ist und es zur Habituation kommt.

Ich habe diese Methode heute zum ersten Mal ausprobiert und bin vollauf begeistert. 

30 Minuten Konzentration, Kraft und viele Tränen haben bewirkt, dass das, was mich heut vormittag noch getriggert hat, mich nun wenig bewegt.

Mal sehen, wie es weiter geht!

2 Kommentare 15.7.08 17:10, kommentieren



Touristenhass

Frischgeschminkte und einparfümierte Tussen, die auf Stöckel-Fliplops von Dolce&Gabbana in den Straßencafès sitzen und Latte Macchiato trinken. Fette und Socken-in-Sandalen-tragende Amerikaner, die in geschwollenem Englisch nuschelnd nach dem Weg zum Hotel fragen. Schmächtige Französinnen, die im Markenbikini mit ColaLight in der Hand die Promenade auf- und abstolzieren. Solariumgebräunte Möchtegern-Surfer aus dem Ruhrpott, die mit gegelter Stachel-Frisur knackigen Mädels hinterherpfeifen. Alte, übelriechende Senioren, die in der NKL eine Städtereise nach Rostock gewonnen haben und sich die Hosentaschen mit Sandstrand, Muscheln, Steinen und Möwenfedern als Andenken füllen.

Es ist ja schön und gut, dass Ihr Euch für Rostock interessiert, in Naturkundemuseen nach der Geschichte von der Erfindung des Strandkorbs hier sucht und Softeis auf der Promenade leckt, aber bitte

VERPISST EUCH!

Ich kriege das kotzen, wenn ich den überfüllten Strand sehe, die Müllberge in 300 m Entfernung gegen den Wind rieche, die Ihr im Sand hinterlasst, Eure verbrannten, krebsroten , eingeölten Körper in der Sonne braten sehe, mitbekomme, wie zehn weitere Busse aus In- und Ausland den Parkplatz füllen, Ihr im Schneckentempo die Einkaufsmeile entlangschleicht und jedem Menschen im Wege rumsteht, um Glockenspiele, Tauben und Straßenmusiker zu fotografieren und die Ostsee vor lauter Fleisch kaum noch zu erkennen ist.

Ihr macht aus dem idyllischen Warnemünde die reinste Touristenhölle, aus der Ostsee einen Pisse-gefüllten Tümpel und aus einem zufriedenen, gebürtigen Rostocker wie mir einen wütenden Touristenhasser.

 

1 Kommentar 27.7.08 16:03, kommentieren